Gezieltes, strategisches Content Marketing ist ideal für kleine und mittlere Betriebe, für Nischenmärkte sowie regional ausgerichtete Unternehmen. Doch wie setzt man Content Marketing bestmöglich ein?

Kleine und mittlere Unternehmen sehen sich oftmals in Konkurrenz zu weltweit agierenden Konzernen mit gewaltigen Werbebudgets. Im Handel z.B. dominieren Amazon und ebay den Versandhandel und treiben eine Heerschar kleinerer Versandhändler scheinbar nach Belieben vor sich her. Auch in vielen anderen Märkten ist die Situation ähnlich. Aber wie soll der Kleine sich gegen den scheinbar übermächtig Großen behaupten? Oder ein junges Unternehmen gegen den etablierten „Platzhirsch“?

Das Credo kann nur lauten: Die eigenen Stärken erkennen, ausarbeiten und präsentieren. Und die liegen näher, als man meinen sollte. Die Nähe zum Kunden und das Know How sind oftmals Stärken, die zwar auch Mitbewerber haben, aber sie sind nicht ohne weiteres skalierbar. Hier treffen sich große und kleine Unternehmen gerne auf Augenhöhe und der vermeintlich „Kleinere“ ist ein wahrer Riese.

Content Marketing – Sei stolz darauf was du kannst und zeig es

Content Marketing ist die ideale Marketingform für Unternehmen mit überschaubarem Werbebudget, Inhaber geführte Firmen, Familienunternehmen. Solche Unternehmen haben für gewöhnlich ein oder mehrere Gesichter, die für die Leistungen stehen. Content Marketing kann hier ansetzen und vergleichsweise günstige Markenbildung betreiben.

Ablauf einer üblichen Content Marketing Kampagne

Content Marketing sollte eigentlich über einen sehr langen Zeitraum kontinuierlich betrieben werden, denn nur dann entfaltet es optimale Wirkungen. Der Begriff „Kampagne“ umschreibt gerne eine zeitlich eingrenzbare Maßnahme. Deshalb wäre beim CM besser von einem Prozess die Rede.

Strategisches Content Marketing besteht aus einem 6-stufigen, zyklischen Prozess:

  • Zielsetzung
  • Content Planung
  • Content Erstellung
  • Content Veröffentlichung
  • Content Bewerbung
  • Erfolgskontrolle

Zielsetzung

Langfristig geht es meistens um die Stärkung der Marke, um den Bekanntheitsgrad, um die Reichweite. Gute Googleplatzierungen sind ebenso erstrebenswert. Kurzfristiger kann man auch Teilziele definieren, z.B. saisonale Sichtbarkeit bei einzelnen Themen erreichen. Ein Beispiel hierfür wäre: Ein Elektrofachbetrieb bietet im Sommer verstärkt Klimaanlagen an und möchte diesbezüglich besser wahrgenommen werden. Er könnte hierzu im Frühjahr Fachbeiträge verfassen und auf der eigenen Homepage veröffentlichen.

Content Planung

Jedes Thema lässt sich strukturieren. Für eine einzelne CM Maßnahme soll der Aufwand überschaubar bleiben, das Thema für die Zielgruppen spannend sein und eine hohe Relevanz bieten. Wenn das Thema darüber hinaus auch noch unterhaltsam aufbereitet ist, dann hat man beste Chancen, dass es zu viralen Effekten kommt.

Content Erstellung

Texte wollen geschrieben und Bilder erstellt werden. Alles soll zielgruppengerecht aufbereitet sein. Aber Achtung: Urheberrechte müssen beachtet werden, denn ansonsten kann es ein böses Erwachen geben. Wer fremdes Material nutzen möchte, der soll vor Veröffentlichung das Einverständnis vom Rechteinhaber einholen.

Content Veröffentlichung

Die ideale Veröffentlichungsplattform für eigenen Content ist die eigene Homepage. Auf der eigenen Internetpräsenz hat man für gewöhnlich die Datenhoheit und bleibt alleiniger Rechteinhaber für die selbst erstellten Werke. Wer andere Plattformen nutzt (zum Beispiel Facebook), der soll sich vorher informieren, welche Rechte er abgibt und dort ggf. nur Auszüge veröffentlichen.

Content Bewerbung

Fachbeiträge sind es wert, dass man sie bewirbt. Eine recht schnelle, einfache und auch kostengünstige Bewerbung ist das Anteasern in Social Media Netzwerken wie Facebook, Twitter, Xing, LinkedIn. Auch Nischen-Netzwerke, regionale Plattformen und (Fach-)Foren können interessant sein. Man kann dies auch gut abrunden mit einem Newsletter an Bestandskunden. Aber Achtung: Hierzu ist vor Versand der Email das Einverständnis des Empfängers einzuholen.

Erfolgskontrolle

Kurzfristig lässt sich eine einzelne Maßnahme mit Analysetools für die eigene Homepage messen. Hier wären z.B. Piwik oder Google Analytics zu nennen. Man kann dann erkennen, wie viele Besucher auf der Homepage den Beitrag gelesen haben und wie lange sie verweilt sind, was sie ansonsten noch betrachtet haben. Auf solch ein Analysetool sollte man grundsätzlich nicht verzichten, denn auch die langfristigen Resultate lassen sich so gut betrachten.

Fazit

Dieser Prozess kann beliebig oft wiederholt werden. Mit jedem zusätzlichen Fachbeitrag wächst das Gewicht der eigenen Homepage und somit auch die Relevanz bei Google & Co. Neue Themen und weitere Ausarbeitungen der Unterthemen stärken dann dauerhaft die Marke, sorgen für ein hohes Maß an Sichtbarkeit und eine enorme Reichweite.